© ninaromana

Tipp: So sparst du auf dein Fotoshooting

5. Dezember 2016 , , Nina

“Fotos kosten echt viel Geld”, “Aber das ist doch sooo teuer”, “Es gibt Fotografen die machen’s billiger”, “Die Fotos sind schon sehr schön, aber das kann ich mir leider nicht leisten”.

Ab sofort ist Schluss mit diesen Glaubenssätzen – denn mit diesem Beitrag verspreche ich dir, dass auch du zu schönen Fotos kommst ohne dafür im Lotto gewinnen zu müssen oder gar auf dein Abendessen verzichtest ; )

Da der Preis bei unterschiedlichen Leistungen immer wieder ein großes Thema ist, und es keinen Grund gibt sich als Dienstleister für diesen rechtfertigen zu müssen, kann es oft vorkommen, das man gefragt wird ob sich beim Preis denn “noch etwas machen lässt”. Ich muss zugeben, das meine Preise entsprechend kalkuliert sind und ich diese auch nicht ändere, außer es laufen bestimmte Aktionen, die dann natürlich auch entsprechend von mir gekennzeichnet werden.

Dazu gibt es Eingangs einen ausführlicheren Abstecher in die Preiswelt und warum es so ist wie es. Danke auch an dieser Stelle an meine Kollegin Simone Frittum für ihren Input und die selben Gedankengänge die ich hier großteils übernehmen durfte.  Vorsicht Textflut ; )

fotoshooting_wien_guenstig2

Bei der Preisfindung wurde viel verglichen und ich habe mich immer wieder mit Kolleg*innen unterhalten die das Gewerbe auch hauptberuflich machen. Meine Preise sollten so kalkuliert sein dass es sich lohnt. Keiner hat etwas davon wenn ich nach einem Jahr schließen muss weil ich die ganzen Kosten nicht decken kann. Ich fotografiere hauptberuflich. Das bedeutet, ich habe Fixkosten. Monat für Monat. Ich zahle mein Atelier, Versicherungen für mich, meine Ausrüstung, Babyutensilien, neue Accessoires, die Wirtschaftskammer klopft an und kassiert Kammerumlage, das Finanzamt nascht gerne mit und auch die Sozialversicherung hätte gerne ein Stück vom Geldkuchen. Ich heize mein Studio und bezahle für Werbung. Meine Ausrüstung zum Fotografieren, (2 Bodys, diverse lichtstarke Objektive, MacBook, Bildschirm, Grafiktablet immer wieder neue Speicherkarten und Festplatten). Ihr seht da kommt schon gerne einiges zusammen.

Und dann will ich natürlich auch nicht jedes Baby im selben Korb mit der selben Mütze und dem selben Fell fotografieren. Jeder will einzigartige Fotos. Somit bestelle ich laufend neue Deko, Kleidung, Stoffe uvm.

Nun wie sieht so ein Arbeitstag bei mir denn aus?

Oft werde ich gefragt wieviele Shootings ich pro Tag mache. Und meine Antwort lautet “eines”. Warum will ich euch nachstehend gerne aufzeigen:

Morgens ca. 08:30:
Ich heize das Studio schön kuschelig warm ein, richte den Beanbag mit ca. 4 Decken (alle danach durchnässt) her und oben drauf noch eine schöne Decke die als Hintergrund dient für die ganz nackigen Fotos zu Beginn. Weiters richte ich einige  Gefäße (Holzschale, Körbchen, etc.) mit diversen Korbfüllern und handgestrickten Waren vor. Die Babykleidung und die Korbfüller sowie Wraps, sind alles Handarbeit und aus ganz hochwertigen Materialien, die auch entsprechend ihr Geld kosten.

9:oo Uhr: die Kunden kommen mit den Neugeborenen, es wird alles besprochen ich zeige die Sets die vorbereitet wurden her und ändere auf Wunsch noch einiges ab. Für die Eltern gibt es dann auf Wunsch Kaffee, Tee oder Wasser und kleine Snacks. Auf meinem kuscheligen Sofa können sie es sich gerne gemütlich machen und mir immer wieder über die Schulter schauen während ich fotografiere. Das dauert meist 2-3 Stunden. Danach habe ich mindestens eine komplette Waschmaschine voll mit Sachen die gewaschen werden müssen. Es kommt auch vor dass nach einem Shooting etwas unbrauchbar ist. Jede Mami kennt die Stuhlflecken die nie wieder ganz rausgehen.

ca. 12:00 Uhr: Das Shooting ist fertig, ich räume alles weg, mache sauber und gehe nachhause. Hier speichere ich alle Bilder ab. Dann geht es ans sortieren. Aus ca 300-500 gemachten Fotos suche ich die Schönsten raus, mache ein paar Vorschaubilder für die Eltern fertig, stelle diese wenn gewünscht auf Facebook und lege die Kundengalerie an. Arbeitsaufwand ca. 2 Stunden.
In der Regel arbeite ich dann am Nachmittag nochmal weiter.

ca. 16:00 Uhr: Ich bearbeite Bilder aus einem anderen Shooting. Die Eltern haben ein größeres Paket gewählt und ich sitze rund 3 Stunden an der Bildbearbeitung. Danach bestelle ich Abzüge, eine Leinwand, schreibe die Rechnung. Und packe diverse andere Pakete fertig ein und bringe sie zur Post.

Danach setze ich mich meist nochmals an den PC, beantworte E-Mails, telefoniere, gebe Auskunft und vergebe Termine, plane Facebook-Postings, Aktionen und mache mir Gedanken über neue schöne Dinge für meinen Kunden.

fotoshooting_wien_sparen

Ihr seht schon, mein Arbeitstag ist nicht nur schnell mal eben 30 Minuten ein Baby in einen Korb legen und Foto machen, fertig. Es steckt sehr sehr viel Zeit hinter all dem Fotografie-Business. Hand auf’s Herz, wir wissen alle – Zeit ist Geld. Es sind so viele Ausgaben und ich kann euch sagen, dass man sich nicht bequem zurück lehnen kann und sagt “ich probiere es halt mal…” Wer Erfolg haben will muss hart dafür arbeiten und sich alles mühevoll aufbauen. Das hat wenig mit Glück zu tun. Warum? Ich arbeite für mein Geld wie alle anderen auch. Und wie ihr seht auch nicht wenig, sogar mehr als in meinem Angestelltenverhältnis. Ich arbeite aber sehr gerne und das macht es natürlich wesentlich leichter, keine Frage. In mein Unternehmen fließt ganz viel Liebe und Herzblut,  dennoch habe auch ich leider meine laufenden Kosten die gedeckt werden müssen.

Ich habe mir lange Gedanken zu meiner Preisgestaltung gemacht, die wurden nicht via Münzwurf oder Zufallsprinzip getroffen ; ) Und um alles abzudecken braucht es halt eine gute Kalkulation, denn am Ende möchte ich euch noch lange erhalten bleiben und mit gutem Gewissen meine laufenden Rechnungen begleichen können. Und aus diesem Grund bin ich für all meine Kunden SEHR dankbar! Denn ohne euch würde es mich als Fotografin nicht geben.

Vielleicht war dieser Einblick ja mal ein interessanter Streifzug für dich – nun aber weiter zu dem tatsächlichen Thema und zwar wie ein Fotoshooting für dich aufjedenfall leistbar wird.

fotoshooting_sparen

Ich verspreche dir, Fotos kann sich jeder leisten, man muss sich nur eingestehen können, dass man so etwas wie ein Fotoshooting nicht jeden Tag macht und genau aus diesem Grund, eine Fotosession etwas wirklich besonderes ist.

Immer wieder höre ich von Eltern beim 2./3. Kind – dass es ihnen unglaublich leid getan hat keine Fotos beim 1. Kind gemacht zu haben. Schon nach 3 Monaten sieht man wie sie einfach schon “richtige Babies” sind und garnicht mehr so wuzzi-klein wie ein  Neugeborenes. Das geht einfach alles so unglaublich schnell. Jeder Moment ist tatsächlich Gold wert und unwiederbringlich.

Gerade im Bereich Neugeborenen- und Schwangerschaftsfotografie, ist es bei mir wichtig, dass man den Termin schon früh genug vor dem tatsächlichen Shootingtag vereinbart, was natürlich zu deinem “Finanziellen-Vorteil” ist.

Warum fragst du dich jetzt?
Genau dazu gebe ich dir heute einen super Tipp. Nämlich, wie du auf ein Fotoshooting sparen kannst, ohne auf gute Qualität verzichten zu müssen. Mein Praxisbeispiel: Angenommen dein Fototermin findet im Jänner 2017 statt (da hier auch der errechnete Termin deines Kindes sein wird). Und du hast bereits im Juli 2016 einen Termin bei deiner Fotografin vereinbart, das sind 7 Monate in denen du schon fleißig sparen kannst ohne das es dich groß belastet.

“Wie soll das bitte gehen?”
Jede Woche wandert kleinweise ein kleiner Betrag in deine Spardose. Wenn du zB. 7-8 Monate lang jede Woche 10,00 Euro davon reinlegst, so geht sich ein Neugeborenenshooting schon locker aus und es tut garantiert nur halb so „weh“ ; ) Weiters kann man zu besonderen Anlässen, wie eine Babyparty, Weihnachten, Geburtstag oder die Geburt, auch gerne mal anklingen lassen, dass zum Beispiel ein Fotoshooting mit der Familie ein großer Wunsch wäre. Dies war bis jetzt schon oft eine große Überraschung für werdende Eltern und keiner fand die Idee doof oder unnötig.

fotoshooting_wien_guenstig

Mit einem Wort, ihr werdet die Fotos nicht bereuen – die Erinnerung überwiegt einfach und man tut sich nicht nur selbst etwas gutes damit, sondern schenkt mit den entstandenen Herzensmomenten auch seinen Verwandten und Großeltern eine wunderbare Erinnerung für die Ewigkeit. Wenn du deine Bilder zuhause aufhängst, hinstellst und nochmals anfühlst, wirst du dich garantiert täglich daran erfreuen und auch nach Jahren noch sehr gerne an diese ganz besonderen Momente zurückdenken.

Konnte ich dich davon überzeugen, dass es sehr wohl möglich ist, sich mal was zu gönnen ohne auf etwas verzichten zu müssen? Dann freue ich mich natürlich wenn du Interesse an meiner Arbeit gewinnst und auch du gerne besondere Erinnerungen von dir, deiner Familie oder deinen Kindern haben möchtest und bereits heute schon die erste Münze in dein Spardoserl geworfen hast.
; )

 

3 Kommentare

  1. Du hast alles so wunderschön geschrieben 💕 hoffentlich können deine Kunden dadurch besser verstehen, wie es dir im Alltag geht 🙂 und es ist sehr schön, dass du dir pro Tag nur ca ein Shooting vornimmst. Viele Fotografen arbeiten ein Shooting nach dem anderen ab, sodass sich die Kunden auch unwohl fühlen.

Kommentar hinterlassen